Planen mit Wintrack

 

Thema: Durchfahrtshöhen

oftmals stellt sich die Frage welcher Abstand zu einem oberen Trassenbrett wird benötigt (Tunnel, Gleiswendel, etc.)
Wintrak bietet zur Kontrolle in der 3D-Darstellung die Funktion "Höhenkontrolle". Hier kann ein gewünschter, erforderlich Wert vorgegeben werden und das Programm zeigt dann alle Stellen an, an denen die vorgegebene (mindest) Höhe unterschritten wird und um wie viel. Bei H0 ist bei Oberleitungsbetrieb mindestens eine Durchfahrtshöhe von 90 mm einzuhalten.
Aber wie sin-d Trassenbretter, Schallunterlagen, usw., zu berücksichtigen? Wie werden die Abstände von Wintrack angegeben?
Dies wollen wir an an folgender Abbildung klar machen:
Abb.1 zeigt eine Gleiswendel.
Das Programm kann nicht "wissen" welche Unterlagen (Trassenbrett, Schallschutz, Stärke d) der Planer verwendet, man kann dies auch nicht im Programm eingeben.
Wintrack berechnet deshalb lediglich den Abstand welcher zwischen zwei übereinander liegenden Schienen (auch Schiene / Straße ist möglich) besteht. Dabei ist es egal, ob die Angabe von Schienenunterkante zu Schienenunterkante, oder von Schienenoberkante zu Schienenoberkante, oder von Trassenbrett zu Trassenbrett, erfolgt; denn diese Abstände sind stets dieselben (siehe Abb.1).

Beispiel für H0 (1:87)
bei Oberleitungsbetrieb h1 = 90 mm, und
bei einem Trassenbrett von 10mm Stärke ist d=10 mm, gilt:
die erforderliche Durchfahrtshöhe beträgt somit 90 mm + 10 mm = 100 mm.
Im Wintrack Programm muss in der Eingabe zur Höhenkontrolle also 100 mm als Mindestabstand eingegeben werden.

Obiges hat ebenso seine Gültigkeit bei
- Tunnel
- Unterführungen
- Straßen

Beispiel:
Abb.2               Bei Wintrack kann man Höhenkontrollen-Abstände für Gleise und Fahrbahnen getrennt festlegen:

Abb.3
wenn an keiner Stelle Verletzungen auftreten erfolt die Anzeige:


Abb.4
"ohne Berücksichtigung von d" bedeutet, dass die Straßenbrückke, wie auch die Eisenbahnbrücke, keine Berücksichtigung bezüglich ihrer "Stärke" (also eine Ausdehnung nach unten!) finden.
Je nach Bauwerk trägt man also einen entsprechend größeren Wert ein.
In Wintrack kann (leider) nur jeweils ein Wert zur Höhenkontrolle eingegeben und überprüft werden; nicht also einzelne Werte pro Unter-/Überführungen. Das muss dann der Anwender jeweils überprüfen (z.B. für einen zu überprüfenden Bereich Werte für diesen Bereich in der Höhenkontrolle eingeben und bei Anzeige nur diese werten).

 

Thema: Anlagenrahmen / Trasse

Mit dem Planungsprogramm WinTrack kann auch ein Anlagenunterbau geplant werden (Basis Plus System ist käuflich zu erwerben).

In der 3D-Ansicht kann der Unterbau ebenso angezeigt werden.
Dabei ergeben sich jedoch einige Fragen; siehe Abbildung unten.

Abb-5

Abb.6
Darstellung im 2D-Plan:
Gleise mit Trasse und Anlagenunterbau Basis Plus

Abb.7
a) Stärke Trassenbrett?
b) Schotterhöhe: unterschiedlich
     - Märklin Metallgleis?
     - Märklin C-Gleis?
     - Märklin K-Gleis? (z.B.)
c) Trassenbrett taucht in den
     Anlagenunterbau ein: Nut!?
     kaum jemand wird sich die Mühe machen
      Nute für Trassen überall in den Unterbaú
      einzufräsen!
wenn hier ein Nut dargestellt wird,
ergeben sich die Fragen:
d) das Maß?
e) das Maß?
Findet dies Berücksichtigung bei der Funktion "Höhenkontrolle" im Programm?
Wenn ja, wie?
Diese Fragen stellen sich beim Planen einer Anlage mit WinTrack, wenn bei einer Anlagenplanung Unterbaukonstruktionen mit eingeplant und konstruiert werden sollen (Tisch mit Rahmen und Füßen, Trassen, Spanten).

Zu den oben genannten Punkten die folgenden Antworten:
a) Stärke Trassenbrett:

kann nicht festgelegt werden, da für keine Berechnung relevant.

für die Darstellung in der 3D-Ansicht wird 10mm bei H0 genommen. Bei anderen Spurweiten entsprechend skaliert.
b) Schotterhöhe: unterschiedlich:

ist ebenso für keine Berechnung nötig.

Für die 3D-Ansicht wird in H0 3mm verwendet. Bei anderen Spurweiten entsprechend skaliert.
c) Trassenbrett taucht in den Anlagenunterbau ein; Nut:
BasisPlus ist auf Wunsch von modellplan einfügbar. Keinen Bezug zum sonstigem Aufbau.
d) das Maß:
Keinen Bezug zum sonstigem Aufbau.
e) das Maß:
Keinen Bezug zum sonstigem Aufbau.
- Findet dies Berücksichtigung bei der Funktion "Höhenkontrolle" im Programm

wie oben schon geschrieben, haben die Werte keine Relevanz für irgendeine Berechnung.

Auszug aus Hilfe zur Höhenkontrolle:

"Hier geben Sie den zulässigen Abstand zwischen einem Gleis und einem darüberliegenden Gleis oder Fahrbahn ein."
Je nach Schotterhöhe, Trassenbrettdicke und gewünschtem "Raum" muss der Anwender seine Prüfwerte auswählen.
Folglich muss der Anwender dies, wie weiter oben unter "Durchfahrtshöhen" beschrieben, bei Überprüfung mittels der Funktion "Höhenkontrolle" selber berücksichtigen.

3D-Darstellung hilfreich bei Abständen von Trassenbrettern

Wintracks 3D-Darstellung - nicht nur eine schöne 3D-Anlagendarstellung - sondern auch ein nützliches Hilsmittel zur Überprüfung der Abstände von Trassenbrettern: Tunnelstrecken, Schattenbahnhof, usw.
Ist ein gewählter Abstand einer Trasse zu einer darüber liegenden Trasse ausreichend? Dampflok- und/oder E-Lok-Betrieb?
Die nachstehenden Angaben und Abbildungen beziehen sich auf H0 (Maßstab 1:87).
Abb.8
Ein Trassenabstand von 90mm ist bei reinem Dampflokbetrieb vollkommen ausreichend (80mm wären auch noch ausreichend).
Abb.9
Ein Trassenabstand von 90mm ist bei E-Lok-Betrieb grenzwertig! Normale Masten mit Fahrleitungen lassen sich hier nicht mehr unterbringen. Es funktioniert nur, wenn man selber eine Stromabnehmung am darüberliegenden Trassenbrett anbringt. Dies ist auch dann erforderlich, wenn keine Stromzuführung per Oberleitung verwendet wird, denn der Bügel der E-Lok muss mechanisch abgesenkt werden!

Abb.11
Abb.10
Erst bei einem Trassenbrett-Abstand von 120mm können Masten und Fahrleitungen wie beim Oberbau der Anlage verbaut werden.

 

Thema: Überprüfung Befahrbarkeit von Radien mit WinTrack

Bei einer Anlagenplanung ist es außerordentlich wichtig zu wissen, ob das Befahren von Kurven ohne Anstoßen an Hindernissen (Objekte nahe an Gleisen, oder Gegenverkehr auf Parallelstrecken) möglich ist! Dies kann zum Beispiel auf folgende Weise mit dem Programm Wintrack untersucht werden:
in zu untersuchenden Gleisbereichen setze man entsprechende Wagen auf die Gleise (kurze oder lange Wagen, je nachdem mit was die Strecke später befahren werden soll (hierzu ist der Besitz entsprechender 3D-Modell-CDs hilfreich, oder man erstellt sich mit dem TEdit-3d selber entsprechendes Rollmaterial). Die Wagen (oder auch Loks) werden auf den Gleisen "gefangen" und können entsprechend positioniert werden. Dies verdeutlichen folgende Abbildungen:

Abb.12                                                                         "Industriegleise" sind natürlich nicht für D-Zug-Verkehr vorgesehen!
Abb.13   Auch in der 3D-Ansicht von Wintrack lassen sich "Engstellen" leicht erkennen.

Das Planungsprogramm Wintrack bietet auch eine komfortable Möglichkeit zu Abstandsmessungen:

So kann beispielsweise auch der Abstand der Gleise (der Gleis-Mittelpunkte!), insbesondere in Kurvenbereichen, ermittelt werden.

Die rechte Abbildung 14 zeigt das "Wie".
Abb.14

 

Thema: Detailliert Planen mit WinTrack

Nachfolgend sollen ein paar Beispiele folgen, wie detailliert in Version 13 von Wintrack geplant werden kann.
In einem Buch über Straßenbahnen ist die rechte Abb.15 entnommen.
Literatur-/Quellennachweis:
Die Frankfurter Lokalbahn und ihre Elektrischen Taunus-Bahnen
Verlag: GeraMond, ISBN 3-932785-04-5
mit freundlicher Genehmigung des Verlags

Abb. 15 rechts:Taunusbahn in den 1930-ziger Jahren



Die Umsetzung im Planungsprogramm Wintrack zeigen die unteren Abbildungen 16 (2D) und 17 (3D):
Gittermast mit Straßenbahnausleger, Fahrdraht und Freileitungen an der Mastspitze
Abb.15
Umsetzung in Wintrack:
Abb.16

Abb.17

 

Ebenfalls aus dem Buch über Straßenbahnen ist die rechte Abb.18 entnommen.
Literatur-/Quellennachweis:
Die Frankfurter Lokalbahn und ihre Elektrischen Taunus-Bahnen
Verlag: GeraMond, ISBN 3-932785-04-5
mit freundlicher Genehmigung des Verlags


Abb.18 rechts: Bad Homburg  Depots 28. April 1962



Die Umsetzung im Planungsprogramm Wintrack zeigen die unteren Abbildungen 19 (2D) und 20 (3D):
Fahrspannungszuführungen, siehe roten Pfeil.

Abb.18
Umsetzung in Wintrack:

Abb.19
(aus der Planung meiner Anlage)


Abb.20

 

Thema: Kulissen in WinTrack selber erstellen

Für die Modelleisenbahn machen sich Hintergrundkulissen stets gut, da sie die Illusion des Blicks in die Ferne vermitteln und deshalb die Anlage größer erscheinen lassen. Viele Anbieter bieten Modellhintergründe an. So stellt auch das Planungsprogramm Wintrack etliche Kulissen zur Verfügung, welche im 2D-Plan an Plattenkanten (sogar an gebogenen!) eingefügt, in einer 3D-Ansicht dargestellt werden. Sollte man hier seine Wunschkulisse vermissen, kann man sich seine eigene Kulisse auch erstellen. Wie das geht, soll im Folgenden beschrieben werden.

1.] Hintergrundkulissen aus dem Internet

Im Internet findet man von Herstellern Abbildungen von Hintergrundkulissen, beispielsweise auf den Seiten von FALLER.

Link: Kulisse Industriegebiet von FALLER

2.] Hintergrundkulisse auf den PC holen

Vom oben angegeben Link: ein Klick auf die Kulisse und die Abbildung erscheint in einem extra Fenster, welches wir groß einstellen und dann die Abbildung maximal auf dem Bildschirm vergrößern. Mittels eines Programms mit dem man sogenannte Bildschirmdumps erzeugen kann (gibt es als Shareware), speichern wir die Kulisse auf den PC im Format *.bmp (wegen hoher Qualität).
Zum Beispiel:  "FALLER_180510_Modellhintergrund_Industriegebiet.bmp".

3.] Hintergrundkulisse zur Verwendung in Wintrack bearbeiten

Damit eine Hintergrundkulisse bei Verwendung in Wintrack korrekt maßstäblich in Breite und Höhe in der 3D-Ansicht dargestellt wird, ist Folgendes zu beachten:

- exakte Maße, Breite x Höhe (für H0 BxH)

- in Wintrack wird das Größenverhältnis der Bilddatei beibehalten

- für Wintrack errechnet sich die Höhe zu H = y-Pixel / x-Pixel * Breite; das ist WICHTIG!

- wird im Dateinamen der Kulisse in dieser korrekten Form hinterlegt, dann wird die Kulisse auch in Wintrack automatisch zur Verwendung (Größe!) übernommen.

Schritt für Schritt Vorgehensweise dazu:

wir können nicht wissen wie exakt der Anbieter aus dem Internet die Kulisse eingestellt hat und wie exakt bei welcher Vergrößerung wird den Bildschirmdump durchgeführt haben. Dies muss zunächst überprüft werden. Dazu laden wir unsere gespeicherte Datei "FALLER_180510_Modellhintergrund_Industriegebiet.bmp" in ein Bildverarbeitungsprogramm, welches Bildgrößen anzeigen kann (z.B. Photoshop). In meinem Fall wird dabei Folgendes angezeigt:

Der Hersteller gibt aber eine Größe an:

 

Breite: 2700 mm

Höhe:  500 mm

 

Diese Werte tragen wir zur Änderung der Bildgröße einmal ein
Tragen wir hier erst einmal nur die Breite von 2700 mm ein, so wird automatisch eine Höhe von 477,99 mm angezeigt und nicht eine erwartete Höhe von 500 mm! Das liegt daran, dass ein Haken bei "Proportionen erhalten" gesetzt ist. Wir können daraus ersehen, dass der Hersteller das Bild der Kulisse im Internet nicht ganz exakt eingestellt hat, oder dass wir bei unserem Bildschirmdump das Bild nicht ganz korrekt ausgeschnitten haben.

Wir können dies aber korrigieren:

Haken bei "Proportionen erhalten" rausnehmen,

Breite 2700 mm und Höhe 500 mm eintragen,

und auf OK klicken.
Ups, das Bild ist nun riesig (im Maßstab 1:1) und für eine reale Kulisse zum Ausdrucken auch ungeeignet (da die Auflösung aus einem Internetbild dafür natürlich nicht ausreicht). Wir wollen ja aber nur eine Kulisse für Wintrack erhalten, wofür die Bildauflösung völlig ausreicht. Hauptsache das Verhältnis Höhe/Breite stimmt nun. Wir wollen aber Wintrack nicht mit einer so großen Datei (im Maßstab 1:1) überfrachten und werden daher die Bildgröße nun proportional verkleinern.

Wir setzen einen Haken bei "Proportinen erhalten" und geben für "Breite" in "Pixel" (!) 2390 ein. Die Höhe in Pixel wird vom Programm automatisch gesetzt. Die Angaben Breite und Höhe in cm brauchen uns für Wintrack nun nicht mehr zu interessieren.

Wir klicken auf OK und erhalten damit ein kleineres Bild, welches in der Auflösung nun auch passt:

(Ausschnitt wie oben)

Wie kommen wir zu der Eingabe von 2380 Pixel?

Dazu haben wir im Wintrack-Verzeichnis "kulissen" einmal nach einer Kulisse gesucht, welche in etwa die gleichen Abmessungen wie unsere Kulisse hat und die Pixelgröße für die Breite einfach übernommen.

Anmerkung: unter Windows 7 wird das Wintrack-Programm standardmäßig in/auf C:\Programme(x86)\WinTrack gespeichert, und die Kulissen dort in dem Unterordner "kulissen". Auch in diesen Ordner müssen wir dann unsere selbst erzeugten Kulissen speichern, was in den Formaten *.bmp oder *.jpg sein darf.

Wir speichern unsere so erzeugte Kulisse in den Wintrack-Ordner "kulissen" unter folgenden Namen ab:

Fa180510_Industriegebiet (H0=2700x500).bmp

Da die Datei im korrekten Verhältnis Breite / Höhe gespeichert ist, wird die Kulisse in Wintrack durch die Angabe "(H0=2700x500)" im Dateinamen auch in korrekter Größe in der 3D-Ansicht dargestellt, was man beim Einfügen sofort angezeigt bekommt und an einer Plattenkante von 270 cm sieht.

 

Thema: Tunnelportale in WinTracks Version 14


Abb.1 Vers.13

Abb.2 Ver.13-Plan in Vers.14 geladen
In der Vers.13 wurde außer dem Tunnelportal noch eine Stützmauer mittels der Funktion "Einfügen=>Freihandlinie=>Stützmauer" erzeugt.
Diese Vorgehensweise zur Darstellung einer Stützmauer über einem Tunnelportal funktioniert nicht mehr in der Version 14!
Es gibt aber andere Möglichkeiten.
In Vers.14 können natürlich auch Pläne aus früheren Versionen geladen werden. Doch in Einzelfällen überrascht die 3D-Ansicht mit einer anderen Darstellung, wie es Abb.2 zeigt: Der Tunnel ist zugemauert! Es wurde der Gleisplan aus V13 mit dort erstellten Tunnelportal und Stützmauer (vergleiche Abb.1) in V14 geladen. Wie man wieder zu einer korrekten 3D-Darstellung der Abb.1 kommt, soll nun gezeigt werden.

Abb.3
Im 2D-Plan der Version 13 wurde eine Mauer als Stützmauer über das Tunnelportal in einem einzigen Linienzug gezeichnet. Dies funktioniert in V13 in der 3D-Ansicht mit den dort integrierten Tunnelportalen. In V14 wurden jedoch Tunnelportale geändert (Tunnelröhren!), sodass hier die Stützmauer anders zu konstruieren ist.
Wir müssen die Mauer zwischen 1 und 2 teilen, also das Stück zwischen 1 und 2 entfernen und durch ein selbst zu erstellendes 3D-Mauer-Modell ersetzen!
Warum kann hier nicht die Funktion "Mauer" angewendet werden?
Nun, die Funktion "Mauer" bietet (leider) keine Möglichkeit sie manuell in ihrer Höhe zu positionieren.
So müssen wir zum 3D-Editor greifen und uns selber eine entsprechende Mauer erzeugen.
Wie, das wird nun beschrieben.
Im 2D-Plan klicken wir nacheinander auf Punkt
1 und 2 (Abb.3) und lesen in der unteren Menüleiste den Abstand ab: 148

Abb.4
Der Abstand von 148 gibt die erforderliche Länge der Mauer vor. Aber wie hoch muss die Mauer sein? Dazu habe ich mit dem 3D-Editor ein Hilfsmodell erstellt und dieses beim Tunnel im 2D-Plan mit entsprechender Höhenangabe (90mm Tunneldurchfahrtshöhe) eingefügt (siehe Abb.3). Nach Aufruf der 3D-Ansicht kann dann die erforderliche Mauerhöhe abgelesen werden: Mauerhöhe = 70 (siehe Abb.4).

Das Hilfsmodell (und weitere) kann auf meiner Modellbahnseite Teil1
http://www.hjb-electronics.de/ ,
dort unter "WinTrack TIPPs" => "3D-Modell-Werkzeuge" => Download aller 3 Hilfswerkzeuge" heruntergeladen werden und muss anschließend als eigenes 3D-Modell in Wintrack importiert werden.

Somit müssen wir also eine Mauer der Länge 148 mm und der Höhe 70 mm mit TEdit3D konstruieren. Übrigens haben wir damit in Wintrack auch die exakten Mauermaße für unsere reale Modellbahnanlage ermittelt, um sie auch dort bauen zu können!
Das Erstellen der Stützmauer mittels TEDit3D gestaltet sich einfach und schnell, da es sich lediglich um einen einzigen Quader handelt.
Informationen zu TEDit3D finden Sie auf der Seite WinTracks 3D-Editor.
Nachfolgend in der Abb.5 sehen Sie das Listing und die zugehörige 3D-Ansicht der Stützmauer:

Abb.6 Tunnelportal in V14
Obiges Stützmauerobjekt in Wintrack als eigenes 3D-Modell importieren, an entsprechender Stelle im Plan einfügen, ausrichten und unter Eigenschaften die Höhe 90mm über Gleis des Tunnelportals setzen.
Jetzt erscheint unser Tunnelportal aus der Version 13 auch in der Version 14 wieder korrekt (Abbildung 6).
nochmal zum Vergleich: Tunnel in V13:
Eine kleine Animationszugabe:
in der Wintrack-Version 14 habe ich aus meiner Anlagenplanung 3 Simulations-Zugfahrten aus den Tunnel erstellt und daraus ein kleines Video produziert.
 Als Besonderheit erklingt aus dem linken Lautsprecher die Dampflok (Tunnel 1) und aus dem rechten Lautsprecher Diesellokgeräusche (Tunnel 3). Viel Spaß beim Betrachten!



3-Tunnelfahrten-Video

HINWEIS zu Tunnelportale - Stützmauern - Höhenlinien - Geländedetaillierung

Wie oben beschrieben ist in der Version 14 von WinTrack ein etwas anderes Vorgehen bei Tunnelportalen in Verbindung mit Stützmauern darüber erforderlich, als in den Vorgängerversionen (Grund: Neuerung der Tunnelröhrendarstellung bei Tunnelportalen).
Hier ist mir nun aufgefallen, dass es zu unterschiedlichen Darstellungen in der 3D-Ansicht kommen kann. Und zwar, je nach dem welche Geländedetaillierung eingestellt ist! Dies soll im Folgenden näher erläutertet werden.
Im Programm kann unter Optionen | Bildschirm | 3D-Ansicht bei "Hohe Geländedetaillierung" kann ein Haken gesetzt werden, oder nicht.
Ist hier kein Haken gesetzt, so erscheint in meinem Plan die 3D-Ansicht wie geplant (und oben beschrieben). Siehe Abbildung rechts.
Ist hier aber ein Haken gesetzt, so erscheint in meinem Plan die 3D-Ansicht nicht mehr wie geplant (und oben beschrieben). Siehe Abbildung rechts.
Woran könnte das liegen?
Betrachten wir dazu den 2D-Plan:
Über den Tunnelportalen der Straße wurden selbst erstellte 3D-Mauer-Objekte eingefügt und dort die Mauer unterbrochen. Zusätzlich befindet sich in diesem Verlauf noch eine Freihandlinie mit Höhenangabe (Höhenlinie). Da sowohl der Verlauf der Mauer, als auch der Verlauf der Höhenlinie nur frei mit der Hand (Maus) eingetragen werden kann, ist deren Verlauf nicht absolut deckungsgleich hinzubekommen. Wählt man keine hohe Geländedetaillierung, so rechnet WinTrack auch nicht so genau; die ungenaue Darstellung im 2D-Plan wird somit nicht so genau berechnet und der Fehler fällt nicht auf. Bei genauerer Berechnung (hohe Geländedetaillierung) macht sich der Fehler aber in der 3D-Ansicht bemerkbar.
Fazit: WinTrack verführt durch seine intuitive Bedienung zum schnellen Einfügen von Objekten und schon hat man einen schönen Plan "gemalt", aber nicht "konstruiert"! Also: stets überlegen was man wie eingibt, wie exakt soll / muss der Plan sein? Davon hängt die Berechnung der 3D-Ansicht ab!
So muss man beispielsweise auch sehr darauf achten, dass Plattenkanten exakt aneinander passen und auch keine Objekte (Gleise, etc.) über Plattenkanten hinausragen. Auch hier würden sich unterschiedliche 3D-Darstellungen bei normaler oder hoher Geländedetaillierung zeigen!

 

Thema: Märklins Schiebebühne mit Oberleitung in WinTrack

Wie erhält man in WinTrack eine solch akkurate 3D-Ansicht? Dies soll nun beschrieben werden, denn es ist ein Trick dazu erforderlich, da WinTrack leider nicht über das zur Schiebebühne erforderliche Oberleitungsfahrdrahtstück Mä7295 verfügt.

In WinTrack (V14) findet man unter "Optionen | Symboldateien":
im Gleisauswahlfenster "Märklin H0 Metallgleise (1956-2001)", und für die Oberleitung wählt man in dem Fenster "Märklin H0 (bis 2003)" sowie "Märklin Fahrdraht H0 (bis 2003)"; Klick auf "OK".
Dann findet man in der linken Leiste oben das Drehscheibensymbol, ein Klick darauf und  die Schiebebühne Mä72941 kann in den Plan einfügt werden. Dann noch ein paar Gleise einfügen.
Die Oberleitung:
"Einfügen | Oberleitung | Masten / Ausleger", ganz unten in der Liste Klick auf "Mä7295 Oberleitungsbrücke für Schiebebühne"; dann den Mauszeiger exakt auf den Einfügepunkt der Schiebebühne positionieren und mit Linksklick wird die Garnitur richtig auf die Bühne platziert.
Wir fügen Turmmasten Mä7021 an den unteren Gleisen jeweils links und rechts der Schiebebühne unmittelbar am Rand ein. Die beiden oberen Turmasten fügen wir mittels "am letzten Mast" ein! Es folgt das Einfügen der Quertragwerke Mä7016 an den unteren Masten. Nun stellen wir fest, dass die Quertragwerke über die oberen Masten hinausragen. Wir korrigieren die Position der oberen Masten mittels "Verschieben mit Dialog", "Y-Richtung 15". Nun liegt das Quertragwerk leider nicht mittig. Wir markieren daher alle Masten inklusive der Quertragwerke und mittels "Verschieben mit Dialog", "Y-Richtung -7,5" erhalten die Quertragwerke ihre mittige Position.
Anmerkung: da in WinTrack Oberleitungen stets in der Ebene eingefügt werden, in der sich auch das zughörige Gleis befindet, pflege ich lieber eine Ebene für Oberleitungen zu haben, in der ich nach setzen von Oberleitungsobjekte diese hin verschiebe.
Nun wird es spannend, es kommt der Trick mit dem erforderlichen Oberleitungsfahrdrahtstück Mä7295!

Dazu schalten wir auf ein anderes Oberleitungssystem um:
"Optionen | Symboldateien" =>
"Sommerfeld H0 Einfachfahrleitung" und "Draht".

Jetzt fügen wir den Mast "So111 Streckenmast (alt)"  ein, und zwar exakt jeweils links und rechts von der Fahrleitung der Schiebebühne. Mittels Dialoge fügen wir weitere dieser Masten mit "ausreichten am letzten Mast" ein und verschieben diese mit Dialog in y-Richtung entsprechend zu den nächsten Gleisabgängen der Schiebebühne. Ist alles korrekt ausgerichtet (wir überprüfen dies auch in der 3D-Ansicht!), dann werden mittels "Einfügen | Oberleitung | Fahrdraht (mit Masten)" Oberleitungsleitungen vom Quertragwerk zu den So111-Masten verlegt; diese stellen dann das Oberleitungsfahrdrahtstück Mä7295 dar!
Die Masten So111 dienen lediglich dazu, die kurzen Drahtleitungen einfügen zu können, sehen soll man sie nicht. Also benennen wir eine leere Ebene mit "Oberleitung virtuell", markieren alle So111-Masten, und verschieben sie in diese Ebene. Nun rufen wir das Dialogfenster für Ebenen auf und schalten dort die Ebene "Oberleitung virtuell" auf nicht sichtbar und entfernen den Haken bei "3D", dann werden die virtuellen So111-Masten weder im 2D-Plan, noch in der 3D-Ansicht dargestellt!
Wir erhalten damit die Ansichten wie die hier dargestellten Abbildungen (bei der 2D-Planansicht der rechten Abb. wurde die virtuelle Ebene noch sichtbar dargestellt, um die Mastpositionen zu zeigen => rote Pfeile).
Mit der oben beschriebenen Methode wird das Oberleitungsfahrdrahtstück Mä7295 nur geringfügig verfälscht zum Original in der 3D-Ansicht von WinTrack dargestellt. Für einen realen Anlagenaufbau mit der Märklin-Schiebebühne empfehle ich die Oberleitungsbrücke mit Oberleitungsfahrdrahtstück 7295, sowie die 4 Turmmasten inklusive zugehörige Quertragwerke original von Märklin zu verwenden. Diese sind für einen sicheren Betrieb bei E-Loks mit " Bügel hoch" stabiler. Links und rechts davon kann dann auch mit filigraneren Oberleitungsmaterial gearbeitet werden (z.B. Sommerfeld).
Weitere Informationen zu Märklin-Schiebebühne lesen Sie unter "Elektrik".
Bilder mit der Schiebebühne meiner Anlagenplanung siehe unter "HJB-Modellbahn", dort unter "Betriebswerk und Industrie".

 

 

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